Stress Management – 9 Ansätze, Stress für Mitarbeiter zu vermeiden

Das Thema Gesundheit und die Bewahrung der Mitarbeiter vor zu viel negativ auftretendem Stress betrifft mittlerweile fast jedes Unternehmen. Einerseits hält Arbeit sehr viel Positives und Sinnstiftendes bereit, andererseits werden die Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte immer höher. Die Auswirkungen von negativ erlebtem Stress zeigen sich u.a. in erhöhten Krankheitstagen, Frühberentungen und langfristigen Erkrankungen, die ihre Ursache häufig in psychischen Störungen haben – und wie wir sehen, nimmt dieser Trend deutlich zu. Neben der Verantwortung, die jedes Unternehmen für seine Mitarbeiter trägt, sind auch Leistungseinbußen, Verlust des Engagements bei Mitarbeitern, vermehrt auftretende Fehler und andere betriebliche Folgen zu spüren, die dann wirtschaftliche Konsequenzen haben und Kosten steigen lassen. Man könnte sagen: Wenn die Mitarbeiter nicht gesund sind, erkrankt das Unternehmen auch daran. Was können Sie nun in Ihrem Unternehmen aktiv tun, um dem Stress entgegenzuwirken und sich selbst und Ihr Unternehmen zu schützen?

  1. Als Führungskraft nehmen Sie eine besondere Rolle ein und können aktiv auf die Stressminimierung Ihrer Mitarbeiter einwirken, indem Sie ihnen Unterstützung anbieten und sich deutlich mehr mit Ihren Mitarbeitern beschäftigen, so dass Sie schnell wahrnehmen, wenn ein Mitarbeiter an seine Leistungsgrenze gerät. Seien Sie für Ihre Mitarbeiter ansprechbar und hören Sie Ihren Mitarbeitern aktiv zu, was sie belastet und was sie motiviert.
  2. Reduzieren Sie zu starken Termin- und Leistungsdruck. Schaffen Sie für Ihre Mitarbeiter klare Zeitfenster. Multitasking zu praktizieren ist dabei keine gute Idee, denn für die gleichzeitige Abarbeitung mehrerer Aufgaben ist unser Gehirn nicht aufgelegt und es unterlaufen viele Fehler. Die Kunst liegt darin, Wichtiges von Nötigem zu unterscheiden und sukzessive abzuarbeiten. Verhindern Sie auch zu viele Unterbrechungen und Störungen.
  3. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Aufgaben, die zu ihren Fähigkeiten, Qualifikationen und Neigungen passen. Richten Sie die Aufgaben ihrer Mitarbeiter nach deren Stärken aus, dann werden die Mitarbeiter ihre Aufgaben leichter erfüllen.
  4. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Handlungsspielräume und Verantwortlichkeiten. Die eigene Arbeit so zu planen und zu gestalten, wie es sich der Mitarbeiter vorstellt, ohne fremdbestimmt zu sein, erhält die Freude an der Arbeit und vor allem die Gesundheit.
  5. Ebenso sind die Weitergabe von Anerkennung und Lob für außergewöhnliche Leistungen für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter wichtig. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass sie wichtig sind – für ein Lob hat schließlich jeder Zeit.
  6. Vermitteln Sie Vertrauen, setzen sie weniger auf Kontrolle und Machtausübung. Wer das Gefühl hat, das Vertrauen des Vorgesetzten zu genießen und gewisse Entscheidungsfreiheiten zu genießen, entwickelt mehr eigene Ideen und bringt sich aktiver ein. Übertragen Sie daher präzise definierte Verantwortungen für bestimme Aufgabenbereiche und lassen Sie ihnen so viel Freiraum wie möglich.
  7. Vergeben Sie Aufgaben und Ziele, die realistisch sind und die Ihre Mitarbeiter aktiv beeinflussen können. Verteilen Sie Ziele nicht einfach an Ihre Mitarbeiter, sondern besprechen Sie diese mit ihnen und auch die Wege, wie Mitarbeiter diese Ziele erreichen können. Neben klug definierten Arbeitszielen stärkt die Vermittlung persönlicher Entwicklungsziele und –perspektiven die Leistungsbereitschaft. Führen Sie daher regelmäßige Entwicklungsgespräche, in denen Sie konkrete Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen.
  8. Teilen Sie Ihren Mitarbeitern Veränderungen so schnell wie möglich mit: Generell gilt, teilen Sie Informationen mit anderen und stehen Sie als Ansprechpartner zur Verfügung, so dass Ängste und Spekulationen so wenig Raum wie möglich gegeben wird. Transparente Kommunikation ist das A und O.
  9. Geben Sie Ihren Mitarbeitern konstruktives Feedback, an dem jeder Einzelne wachsen und sich selbst verbessern kann. Wir alle haben im Beruf unsere Schwächen – betrachten Sie daher die Fehler Ihrer Mitarbeiter als Lernchancen.

Den Stress in den Griff zu bekommen, ist für viele Führungskräfte und deren Mitarbeiter kein einfacher Weg. Sie können Ihre Einstellung zu der Aufgabe und den Umständen ändern oder Techniken erlernen und praktizieren, um mit stressauslösenden Situationen besser umgehen zu können. Hierzu bedarf es manchmal auch eines externen Coaches.

Gesunde Mitarbeiter sind wichtig für den Erfolg des Unternehmens. Betreiben Sie daher Prävention, erkennen Sie die Zeichen und die Ursachen von stressauslösenden Faktoren und investieren Sie in die Führungskompetenz Ihrer Manager. Denn  darüber lässt sich Stress bei Mitarbeitern am meisten reduzieren.

Über die Autorin
Dr. Carolin Brückner

Diplom-Soziologin mit dem Schwerpunkt Arbeitssoziologie und Sozialpsychologie; abgeschlossene Promotion am Fachbereich Soziologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main;  Thema „Der Generationenwechsel in mittelständischen Familienunternehmen“

Beratungsschwerpunkte: Rekrutierung von Fach- und Führungskräften, Potenzialanalysen, Eignungsdiagnostik, Talent Management, Führungskräfteentwicklung, Nachfolgeregelung.

 

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